Energiegewinnung und -nutzung
Stromerzeugung mit 21 Photovoltaikanlagen

2024 wurde auf dem Dach des Banksitzes in Paderborn eine neue, moderne Anlage installiert und in Betrieb genommen.
Zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks setzt die VerbundVolksbank OWL eG auf eine umfassende Energiestrategie zur notwendigen Stromversorgung des Geschäftsbetriebs. Diese beinhaltet den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen über einen Stromliefervertrag* sowie den Ausbau der eigenen Erzeugung von erneuerbarem Strom. Zurzeit betreiben wir 21 bankeigene Photovoltaikanlagen an verschiedenen Standorten in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe sowie im Altkreis Brilon. Mit diesen Maßnahmen sind rund 99 % des Stromverbrauchs unseres Geschäftsbetriebs durch den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt. Die verbleibenden 1 % sind auf vereinzelte Standorte zurückzuführen, an denen wir über den konventionellen Stromtarif des Vermieters versorgt werden.
Im Jahr 2024 wurde eine PV-Anlage auf den Dächern des Banksitzes am Neuen Platz in Paderborn in Betrieb genommen. Die Montage der Anlage mit 232 PV-Modulen und einer Gesamtleistung von 99 Kilowatt-Peak dauerte etwa zwei Wochen, ehe dann in den Gebäuden hunderte Meter Kabel verlegt und Schaltschränke installiert wurden. Den produzierten Strom nutzen wir vornehmlich für den Bankbetrieb.
*Der Stromanbieter stellt sicher, dass Strom in Höhe des Verbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und in das Stromnetz eingespeist wird. Der Nachweis erfolgt über die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt.
kWh
Strom konnte die Bank im Jahr 2025 mit 21 Photovoltaikanlagen erzeugen.
Energetische Nutzung des Grundwassers in der Paderborner Innenstadt



Bereits mit dem Neubau des Banksitzes in Paderborn legte die VerbundVolksbank OWL eG zudem ein besonderes Augenmerk auf zwei mit Erdwärme gespeiste Wärmepumpen und berücksichtigte dabei die Pader als natürliche Energiequelle.
Das funktioniert so: Im Innenstadtgebiet Paderborns befinden sich mehrere sogenannte „Saug- und Schluckbrunnen“, aus denen das überreich vorhandene oberflächennahe Grundwasser des Flusses Pader bezogen (Saugbrunnen) und wieder in den Grundwasserkörper rückgeleitet (Schluckbrunnen) wird. Dadurch, dass das Grundwasser der Pader ganzjährig ein relativ gleichmäßiges Temperaturniveau aufweist, eignet es sich sehr gut, um überschüssige Wärme aus den angeschlossenen Gebäuden abzuleiten. Hierbei ist die Wassertemperatur niedrig genug, um Gebäude effizient kühlen zu können.
Mit dem Bau unserer Gebäude am Neuen Platz wurde das Leitungsnetz einerseits erweitert und andererseits wurden weitere Brunnen geschaffen. Neben der Möglichkeit, überschüssige Wärme über das Grundwasser der Pader abzuleiten, besteht in unserem Fall durch die beiden Wärmepumpen auch die Möglichkeit, das Grundwasser zu Heizzwecken zu nutzen. Auch hier machen wir uns wieder das gleichbleibende, in diesem Fall jedoch relativ (bezogen auf Außenluft im Winter) „hohe“ Temperaturniveau des Wassers zunutze. Neben dem Einsatz von Gasheizungen können wir unsere Räumlichkeiten am Neuen Platz durch Wärmepumpen zusätzlich mit Wärme versorgen, da Wasser aufgrund seiner hohen spezifischen Wärmekapazität und seiner über das Jahr weitgehend konstanten Temperatur als verlässliche Wärmequelle genutzt werden kann, wodurch sich der Gasverbrauch reduzieren lässt.
Blockheizkraftwerke in Höxter und Brilon erzeugen Wärme und Strom
Sowohl in Höxter als auch in Brilon betreibt die VerbundVolksbank OWL eG ein Blockheizkraftwerk als eine Form der kombinierten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).
Die Idee hinter dem System ist recht simpel: Im Bereich der Energieträger gibt es eine Hierarchie mit Strom als edelste und Wärme als unedelste Form. Strom ist deshalb edel oder hochwertig, da hieraus mit relativ geringen Umwandlungsverlusten fast alle anderen Energieträger kompensiert werden können. Wärme fällt im Gegensatz dazu bei allen physikalischen Prozessen als Abfallprodukt an. Bei der Stromerzeugung fällt daher mehr oder weniger Abwärme an, die am Ort der Erzeugung in die Atmosphäre abgegeben wird. Beim Kraft-Wärme-Kopplung-Prozess wird die erzeugte Wärme nicht ungenutzt in die Umwelt abgegeben, sondern für – in unseren Fällen – die Raumheizung eingesetzt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Strom- und Wärmeerzeugung weiterhin auf dem Einsatz von Gas als Energieträger basiert und daher mit entsprechenden Treibhausgasemissionen verbunden ist; die Nutzung der bei der Stromerzeugung entstehenden Wärme erhöht jedoch die energetische Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffs.
